Preisträger

Hearst Headquarters, New York City, USA

Architekten: Foster + Partners, London
Bauherr: Hearst Corporation, New York

Herst Headquarters, © Foto: Chuck Choi

Erst mit der vertikalen Erweiterung des Hearst Headquarters in New York im Jahr 2006 wurde der Traum von William Randolph Hearst wahr, der sich bereits in 1920er-Jahren ein Hochhaus als Verlagssitz wünschte. Das sechsgeschossige Gebäude, das er nahe des Central Parks in Auftrag gab, sollte die Basis für eine Hochhaus-Erweiterung darstellen. Doch erst heute ragt aus dem Bestandssockel aus Kalkstein eine gläserne Hülle mit 46 Stockwerken in die Höhe. Die prägnante Dreiecksstruktur des Tragwerks betont die vertikalen Proportionen und die charakteristische Silhouette des Neubaus. Vom Bestandsbau wurde nur die Art Deco-Fassade erhalten; vom Eingangsbereich führen Rolltreppen in die Lobby, welche sich vom dritten bis in das sechste Obergeschoss erstreckt und die gesamte Fläche des Altbaus einnimmt. Durchblicke zum Turm mit der überdimensionalen Tragwerksstruktur, die als ›Diagrid‹ – diagonales Gitter – bezeichnet wird, erhöhen die Dramatik des Raumes. Das Tragwerk bewirkt eine Einsparung an Stahl von 20 Prozent. Der Hearst Tower wurde zu 85 Prozent aus recyceltem Stahl erbaut und verbraucht 26 Prozent weniger Energie als seine konventionellen Nachbarn.

Aus der Jurybegründung: »Das Gebäude könnte für einen Prototypen stehen. Auch hinsichtlich seiner Nachhaltigkeit setzt es einen neuen Maßstab für Bürogebäude in der Metropole der Wolkenkratzer.«

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