Preisstatuette Internationaler Hochhaus Preis

Der international gefragte Fotokünstler Thomas Demand konnte von der DekaBank gewonnen werden, die Preisstatuette zu entwerfen. Das Wahrzeichen des Internationalen Hochhaus Preises wird seit 2004 alle zwei Jahre neu angefertigt und dem jeweiligen Gewinner überreicht. Die Statuette besteht aus hauchdünnen Titanschichten, die mit Hilfe einer Elektronenstrahl-Schmelztechnologie (EBM) in nahezu beliebiger Geometrie übereinander geschichtet werden. Das Verfahren, das vor allem zur Herstellung medizinischer Implantate sowie in der Raumfahrt- und Automobilindustrie angewendet wird, gilt derzeit als die innovativste Fertigungstechnik im Bereich des Rapid Manufacturing. Mit dem Sockel aus Granit ist die Statuette 35 x 15 x 12 cm groß. Ein Gebäude besteht zuallererst aus Gedanken und Ideen, die sich in der Entwurfsphase zu Konzepten, Plänen, Daten und Präsentationen, später zu Verträgen, Mängellisten, Vereinbarungen usw. manifestieren – ein Turm von Unterlagen. „Und auch nachdem das Gebäude realisiert ist“, so beschreibt Thomas Demand seine Arbeit, „kann ein Hochhaus aus dem Aufeinanderstapeln von verschiedenen Mietern, Besuchern, Nutzungen, Meinungen und Versammlungen, als Turm unterschiedlicher Zustände, Vorhaben, Bewegungen, Veränderungen und Ablagerungen gelesen werden.

Werke von Thomas Demand sind aktuell in Museen in Kobe (Japan), Basel, Scottsdale (USA), Wien, Berlin, Jerusalem und Cáceres (Spanien) zu sehen. In Frankfurt war er zuletzt im Rahmen der Ausstellung »Paparazzi!» in der Schirn Kunsthalle vertreten.

Preisstatuette Internationaler Hochhaus Preis, Künstler: Thomas Demand, Foto: Friedemann Steinhausen
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